Hallo erstmal.

Wie ihr ja nun mittlerweile wisst, bin ich der HARALD aus Steglitz und der Erschaffer der „BAUMKOBOLDE“
Ich will mal so anfangen, dass meine Geschöpfe ursprünglich „ dead ent(d)`s“ geheißen haben.
Da ich mich solange bedeckt gehalten habe, haben mir die Medien leider die Namensgebung abgenommen.
Aber kein Problem, dass passiert schon mal bei solch einer Aktion.

Mein Erstlingswerk steht in der Menkenstr. in der Sackgasse (Wendekreis), auf einer kl. Grünanlage.

So kam es auch zu der Namensgebung ( dead end ). Es ging mir dabei einzig um die Gestaltung meiner näheren Umgebung nach dem Motto „Mach was gegen hässlich“ und unansehnlich war der Stumpf auf jeden Fall. Auch die folgenden Stümpfe , habe ich noch nach dieser Devise gestaltet und somit mein direktes Umfeld erstmal aufgehübscht.

Ihr kennt das bestimmt auch, wenn man anfängt sich mit einer Sache intensiv zu beschäftigen, dann tun sich mit der Zeit immer mehr und neue Aspekte auf, was dazu führen kann, das man seine ursprünglichen Beweggründe verwirft und dieselbe Sache, unter anderen Gesichtspunkten, weiter verfolgt. So wie bei mir geschehen.
Die schiere Masse der fehlenden Bäume in meinem direktem Umfeld , war für mich nicht nur „nicht mehr zu übersehen“, sondern hat bei mir auch den Prozess des Nachdenkens angeregt.

Bäume die ich seit Jahrzehnten kannte, waren auf einmal weg !

An dieser Stelle möchte ich noch klarstellen, dass ich nicht anklage , sondern beklage. Mir ist in einem sehr großem Maße bekannt und bewusst, warum so viele Bäume dran glauben mussten, meiner Emotion tut das aber keinen Abbruch, „Ich find das echt traurig“.

So kam mir auch die Idee, die Aktion auszuweiten, um anderen die Umstände bewusst zu machen und gleichzeitig etwas für die gute Laune meiner Mitmenschen zu tun, denn jetzt vermischt sich die Erkenntnis der fehlenden Bäume, mit dem Schmunzeln , oder Lächeln, das man beim Anblick meiner ENT´S bekommt.

Ich glaube, ich habe es so geschafft, die Bevölkerung von Berlin (und auch anderen Stäten) für dieses Thema zu sensibilisieren und damit auch eine persönliche Bindung zwischen Bürger und Baum geschaffen.

Die erwachsene Bevölkerung von Berlin hat sich der Aktion auf vielfältige Art und Weise genähert, was zeigt, dass nur ein Anstoß nötig war um die verschiedensten Betrachtungsweisen dieser Aktion hervorzurufen. Keine davon ist falsch, denn ihr sollt euch ja darüber nen Kopp machen.

Meine größten Fans sind die Kinder , welche diese kleinen Baumleute, Kobolde, usw. in ihr Herz geschlossen haben. Wenn ich es geschafft haben sollte, dass sie dadurch einen innigeren und/oder bewussteren Umgang mit ihren Stadtbäumen bekommen, dann hat sich das hier schon gelohnt.

Mir ist auch nicht entgangen, dass man mich in die Aktivistenecke drücken will, aber meine Aktivität bezieht sich einzig auf die Erschaffung der ENT`S. Ich decke auf und rege an, aber ich urteile und verurteile nicht.

Die Fehler die in der Vergangenheit begangen wurden sind natürlich nicht mehr umkehrbar, aber vielleicht lässt sich ja in der Zukunft, dass eine oder andere ändern, damit alte Bäume länger leben und Neugepflanzte überleben.
Na klar habe ich abgefahrene Lösungsvorschläge, für das eine oder andere Problem parat, aber das an anderer Stelle. Auch zukünftige Aktionen mit Euch, im Berliner Straßenland, sind Teil meiner Planung, aber was und wo und wann, das müssen Wir noch gemeinsam ermitteln.

Solange aber in Berlin noch hunderte Stümpfe stehen, solange habt IHR die Möglichkeit , etwas gegen hässlich und traurig zu machen. Unsere Stadt,- Unser Spielplatz ! Ich mache natürlich auch weiter, aber es gibt jetzt schon Stümpfe , die von anderen verschönert wurden und an die ich nie ein Gesicht ranmachen würde.

Seit kreativ und lasst euch was einfallen, den Spielpatz habe ich euch ja jetzt klargemacht.

Liebe Grüße DER HARALD